hide & seek

begehbare Installation


Triennale jeune création
4e édition, jet-lag out of sync
Rotondes Luxembourg, Vernissage: 29.06.2017

Kuration: Anouk Wies
Konstruktion: Tun Bisdorff, Laurent Faber

Photos © M.Theis


Als Jäger der modernen Zeit umgehen wir diesen Ort. Auf der Suche nach Überblick, im Anschlag unser digitales Bildgewehr. Die Höhe verspricht uns Schutz und Erhabenheit, gar den besten „Schuss“. Wonach jagen wir? Wir steigen hinauf, doch das gelingt nur mit Mut, denn die Leiter ist alleine zu besteigen. Eine kindliche Sehnsucht treibt uns hinauf, zu dem kleinen „Baum“-Haus. Ein Ort aus unseren Erinnerungen, einer, der nach Wald riecht. Können wir uns dort für eine Weile verstecken? Hoch oben gelangen wir auf eine kleine Plattform. Von hier betreten wir den Vorraum des Hauses. Unsere Waffen brauchen wir nun nicht mehr. Alles, was uns auf den Schultern hängt und an den Füßen haftet, lassen wir zurück und machen uns frei für den Eintritt durch eine weitere Tür. Auf den Spuren mutiger Weltraumentdecker treten wir nun in die winzige Kabine ein. Still ist es um uns herum. Unser Körper wird geleitet, muss sich fügen im beengten Raum. Kein Ausblick, nur ein Aufblick ist möglich, liegend, durch ein Fenster in die Weite des Himmels. Vor unseren Augen entsteht ein stetig wechselndes Bild. Kontemplatives Blau, Grau, Schwarz. Unsere Sinne schärfen sich. Vielleicht können wir hinwegfliegen? Mit dieser Raumkapsel in die Unendlichkeit unserer Gedanken.

As huntsmen of modern times we are skirting around this place. Seeking the full picture, our digital weapon tightly gripped. The height looks promising, offering us shelter and protection, but what are we chasing? A childish desire encourages us to climb up the narrow ladder towards the little tree house. Maybe we can hide up there for a while? At the top, we reach a small platform from which we enter the vestibule of the hut. We don’t need our weapons anymore, we can leave all our unnecessary baggage behind and open the door to the next room freely. As we step into the tiny capsule, our bodies must adjust in the narrow space. It is very quiet. All we have to do is lie down and let our gaze rest at an excerpt in the ceiling. Through this window we can only see the sky, clouds go by, ray of lights come and go, a continuously evolving image of blues, greys, blacks and whites. We sharpen our senses. Maybe we can fly away in this capsule, on the tracks of famous astronauts, into the endlessness of our thoughts?